Challenge accepted: IT-Projekt mit Hard- und Software für 6€ Materialbudget! 

Challenge accepted: IT-Projekt mit Hard- und Software für 6€ Materialbudget! 

Im Hause nubix hat sich in den letzten Jahren eine spannende Entwicklung vollzogen, denn wir haben den Schritt in den Hardwarebereich gewagt. Aber das war erst der Anfang. Ein ehrgeiziges Projekt namens OPNIC wurde ins Leben gerufen – das Ziel: ein Produkt für nur 6€ Materialkosten herzustellen, das die nubix-Kompetenz aus Hard- und Software vereint.

Doch welche Herausforderungen, aber auch Erfolge stecken hinter diesem Projekt? In einem kurzen Interview geben zwei unserer Software- und Hardwareentwickler einen Einblick:

Interviewer: Beginnen wir mit der Softwareentwicklung: Wie seid ihr an die Herausforderung herangegangen, eine Software für ein Produkt mit nur 6€ Materialkosten zu entwickeln? 

Softwareentwickler: Nun, bei der Softwareentwicklung standen wir vor der Herausforderung, das begrenzte Zeit-Budget sinnvoll einzusetzen. Unsere erste Überlegung war, die gesamte Spielidee in Python zu entwickeln, da dies die Kosten niedrig hält und wir bereits ohne Hardware testen konnten.

Interviewer: Das klingt interessant. Habt ihr dabei auch Tools eingesetzt?

Softwareentwickler: Ja, tatsächlich haben Game Engines eine entscheidende Rolle gespielt, um das Prototyping zu beschleunigen. Vor allem in der Anfangsphase haben wir Unity verwendet, was aber dennoch manuelle Übertragungen von Änderungen erforderte. Später sind wir dann auf C und C++ Code umgestiegen und haben uns auf vordefinierte Bibliotheken verlassen, um den Implementierungsaufwand zu minimieren.

Interviewer: Gab es weitere Herausforderungen?

Softwareentwickler: Definitiv. Um das Spiel zu debuggen, mussten einige Drähte an die SWD-Schnittstelle gelötet werden. Die Anschlusspins sind sehr klein, aber wir konnten sie erfolgreich anlöten und ein geeignetes Debug-Tool (GDB) verwenden, um spezielle Fehler zu beheben. Außerdem war die Flash-Kapazität von 512kB herausfordernd. Es mussten also mehrere Anpassungen vorgenommen werden, um die Anforderungen auf dem 512kB Flash-Speicher unterzubringen. Auch die SRAM-Nutzung war ziemlich begrenzt, was bei der Verwendung von Grafiken und Bildern eine große Herausforderung darstellt. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, nicht zu viele „coole“ C++-Funktionen zu verwenden, da dies zu einem entsprechenden Overhead führen und dadurch Probleme verursachen würde.

Interviewer: Und wie sah es mit den Anforderungen an die Hardware aus? 

Hardwareentwickler: Bei der Hardwareentwicklung lag der Fokus darauf, das Leiterplattendesign einfach zu halten, um die Kosten bei der Fertigung zu minimieren. Die einseitige Bestückung war eine klare Vorgabe, mit einer Ausnahme bei der LED.

Interviewer: Das ist interessant. Was hat es mit der Münze auf sich?

Hardwareentwickler: Das war unsere kreative Lösung, als Alternative für einen teuren Taster. Durch die 1-Cent Münze wird eine kontaktierte Aussparung in der Leiterplatte überbrückt und so ein Taster simuliert. Das hat die Bauteil-Kosten deutlich reduziert.

Interviewer: Gab es unvorhergesehene Probleme?

Hardwareentwickler: Einige, ja. Zum Beispiel lösten die Taster A bis D aus, wenn man die Rückseite berührte. Auch die halbe Bohrung für den Schlitz in der Leiterplatte machte die Herstellung etwas teurer als erwartet.

Interviewer: Wie ist die Entwicklung der Hardware letztendlich verlaufen? 

Hardwareentwickler: Überraschenderweise konnten wir das Hardware-Design ohne einen extra Prototypen und Iterationen abschließen. Die Erwartungen waren hoch, aber das Team hat diese Herausforderung gemeistert!

Unser OPNIC-Projekt vereint Kreativität, technisches Geschick und spannende Lösungen in einem einzigartigen Produkt für nur 6€ Material. Das Projekt zeigt, dass auch mit begrenzten Mitteln und unvorhergesehenen Herausforderungen großartige Ergebnisse erzielt werden können. 

Wir sind gespannt auf eure Gedanken zu OPNIC! Hinterlasst uns einen Kommentar und teilt eure Meinung zu diesem besonderen Projekt! 

Weitere spannende Details zu unserem OPNIC-Projekt findet ihr auf Github.

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